Ausland

Der Iran hat Israel binnen 30 Minuten erneut mit zwei umfassenden Angriffswellen überzogen. Wie die israelische Polizei erklärte, gingen gestern am späten Abend Meldungen über herabfallende Trümmerteile von Geschoßen im Raum Tel Aviv ein.

Polizisten und Bombenentschärfungsexperten seien im Einsatz, um die betroffenen Gebiete zu sichern und abzusperren, teilte die Polizei mit. Nach Angaben von Rettungskräften wurde eine Frau durch die Trümmerteile leicht verletzt.

Wenige Minuten später meldete die israelische Armee eine zweite Raketenwelle aus dem Iran. Im Großraum Tel Aviv und im Zentrum Israels heulten die Luftalarmsirenen. AFP-Reporter berichteten von anschließenden Explosionen in Jerusalem. Ein AFP-Journalist in Netanja nördlich von Tel Aviv sah Raketen am Nachthimmel.

US-Außenminister Marco Rubio hat den Auslöser für den Angriff der USA auf den Iran neu definiert. Am Montagabend hatte er den Beginn der US-Angriffe noch auf Angriffspläne Israels zurückgeführt. Gestern sagte er, die USA hätten den Iran zum Schutz eigener Sicherheitsinteressen angegriffen – und nicht wegen des Agierens von Israel.

Es sei nicht mehr darum gegangen, ob die USA den Iran angreifen, sondern nur noch um den Zeitpunkt, sagte er gestern in Washington. „So oder so musste es passieren.“ Das habe er bereits am Montag gesagt, seine Aussage sei aber nicht korrekt wiedergegeben worden.

Rubio und der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, hatten das Agieren Israels in den Fokus gerückt. „Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung“, sagte Johnson.

Rubio rückte Israels Angriffspläne in den Fokus

Rubio hatte gesagt, die USA hätten Kenntnis davon gehabt, dass Israel angreifen würde. „Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde“, führte Rubio aus. Die USA seien deshalb zu dem Schluss gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote hinnehmen müssten, wenn sie unter diesen Umständen nicht „präventiv“ gegen den Iran vorgegangen wären.

Gestern betonte Rubio, die Entscheidung zum Krieg sei allein durch Präsident Donald Trump erfolgt. „Seine Entscheidung lautete, dass es dem Iran nicht gestattet sein würde, sich hinter seinem Programm für ballistische Raketen zu verstecken.“ Zudem dürfe der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen.

US-Präsident Donald Trump hat die deutsche Haltung zum Iran-Krieg gelobt und auf Forderungen nach einer Beteiligung an der Militäraktion verzichtet.

Deutschland habe sich, im Gegensatz zu anderen NATO-Partnern wie Großbritannien und Spanien, „großartig“ verhalten, sagte Trump gestern während des Treffens mit dem deutschen Kanzler Friedrich Merz im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Er versicherte: „Wir fordern sie nicht auf, Bodentruppen zu entsenden oder irgendetwas in der Art zu tun.“

Friedrich Merz und Donald Trump im Office
Reuters/Jonathan Ernst

Die NATO-Partner Spanien und Großbritannien attackierte Trump dagegen scharf. „Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten.“ Er verwies darauf, dass Spanien den USA untersagt hat, Militärstützpunkte auf seinem Territorium zu nutzen.

Heftige Kritik an Spanien: „Sie waren unfreundlich“

Trump sagte dazu, niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie Spaniens Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen. „Sie waren unfreundlich.“ Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, „alle Deals“ mit Madrid einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb unklar.

Merz stimmte in die Kritik an Spanien ein, aber nur mit Blick auf die Weigerung des Landes, sich an das gemeinsam vereinbarte Ziel zu den NATO-Verteidigungsausgaben zu halten. „Spanien ist das einzige Land, das dazu bisher nicht bereit ist.“

Kritik an Großbritannien: Keine Churchill-Ära

Den britischen Premierminister Keir Starmer hatte der US-Präsident schon in den vergangenen Tagen mehrfach in Medieninterviews kritisiert. Jetzt sagte er, ohne Starmers Namen zu nennen: „Wir haben es hier nicht mit Winston Churchill zu tun.“ Den Vergleich zum legendären britischen Premierminister, der große Verantwortung am Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg getragen hatte, führte Trump sogar zweimal an. Das Verhalten der Briten sei „shocking“ (in etwa: schockierend).

Großbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge zuerst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten aus durchzuführen. Erst am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang.

Merz: Spanien und Großbritannien in Schutz genommen

Merz gab an, Spanien und Großbritannien gegen Trumps Kritik in Schutz genommen zu haben: „Ich habe ihm gesagt: Erstens, Spanien ist Mitglied der Europäischen Union und als solches führen wir Verhandlungen über ein Zollabkommen mit den USA nur gemeinsam oder gar nicht“, sagte Merz in einem Statement zum Abschluss seiner US-Reise.

Er warnte, dass die EU bei Strafmaßnahmen gegen Spanien gemeinsam reagieren werde. Trumps Kritik an dem britischen Premierminister Keir Starmer nannte er unfair. Großbritannien leiste „einen wirklich sehr, sehr großen, sehr, sehr wertvollen Beitrag“, um den Krieg in der Ukraine zu beenden, betonte er. Er habe diese Kritik jedoch hinter verschlossenen Türen geäußert.

Ein russischer Eisbrecher hat nach Angaben des estnischen Außenministeriums unerlaubt die Seegrenze zum benachbarten EU- und NATO-Land Estland überschritten. Das Schiff „Murmansk“ solle am 28. Februar ohne Genehmigung nahe der Ostsee-Insel Vaindloo in estnische Hoheitsgewässer eingedrungen sein, um einen im Eis festsitzenden Tanker zu befreien. Eine vorherige Benachrichtigung darüber sei nicht erfolgt.

Der Eisbrecher habe weder dem Außenministerium noch der estnischen Marine das Einlaufen in estnische Hoheitsgewässer mitgeteilt und auch nicht auf Funksprüche regiert. Der Eisbrecher habe sich vier Minuten lang in estnischen Gewässern aufgehalten, hieß es in der Mitteilung.

Das Außenministerium in Tallinn bestellte wegen des Vorfalls den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und überreichte eine diplomatische Note.

Estland: „Klare und unmissverständliche Regeln“

„Mit dieser Note erinnern wir die Russische Föderation daran, dass in estnischen Hoheitsgewässern, auch während der Eisbrechersaison, klare und unmissverständliche Regeln gelten“, sagte Außenminister Margus Tsahkna. Deren Einhaltung sei für alle verpflichtend, um künftige Verstöße gegen die Verfahrensregeln zu vermeiden.

Bei den seit fast einer Woche andauernden Kämpfen zwischen Afghanistan und Pakistan sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 42 Zivilistinnen und Zivilisten auf afghanischem Gebiet getötet worden. Weitere 104 Menschen seien zwischen dem 26. Februar und 2. März verletzt worden, teilte die UNO-Hilfsmission für Afghanistan (UNAMA) heute mit.

Unter den Opfern seien Frauen und Kinder, die Zahlen seien vorläufig. Die Eskalation verschärfe die ohnehin dramatische humanitäre Lage, warnte die Organisation und forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe.

Beide Seiten melden Verluste

Beide Seiten melden unterdessen hohe Verluste beim Gegner. Der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums erklärte, bei einer Gegenoffensive entlang der Durand-Linie – der umstrittenen Grenze zwischen beiden Ländern – seien in 25 Gefechten rund 150 pakistanische Soldaten getötet und mehr als 200 verletzt worden, zudem seien 40 Außenposten eingenommen worden. Eigene Verluste bezifferte er auf 28 Tote und 42 Verletzte.

Pakistans Informationsminister Attaullah Tarar sprach hingegen von Hunderten getöteten Taliban-Kämpfern. In einer Zwischenbilanz war von 464 Toten und mehr als 665 Verletzten die Rede. Zudem seien zahlreiche militärische Einrichtungen zerstört worden. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Inland

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat im Vorfeld des Internationalen Frauentags am 8. März bei einer Veranstaltung in der Wiener Hofburg an alle Männer appelliert, in Sachen Gleichberechtigung „lauter“ zu werden, „um etwas zu bewegen“. Als Beispiel dafür, wo das notwendig sei, verwies der Bundespräsident u. a. auf die sozialen Netzwerke.

Das gelte aber auf allen Ebenen – in Politik, Wirtschaft, aber auch im Privaten, gab er zu verstehen. Frauen auszuklammern könne man sich schlicht nicht leisten, betonte er bei der unter dem Motto „Lauter! Frauen!“ stehenden Veranstaltung heute.

Worte über Lage im Iran

Der Bundespräsident eröffnete seine Rede im Zeremoniensaal vor rund 600 – überwiegend weiblichen – Gästen mit einem Blick auf die aktuellen Kriegsgeschehnisse im und um den Iran, die man „mit gemischten Gefühlen“ verfolge.

Einige im Publikum hätten Familien im Iran und in den Gebieten, die rundum erschüttert werden, so der Präsident. Fest stehe, dass die Menschen im Iran frei und selbstbestimmt leben können müssen, betonte der Präsident – „ohne Unterdrückung, ohne Gewalt“. Dafür würden sie schon lange kämpfen, und man habe erst im Jänner bei den Protesten gesehen, „welch hohen Preis sie dafür zahlen“, mit Tausenden Toten.

Viele Menschen seien jetzt erleichtert, weil sie darauf hoffen würden, „dass dieses brutale Regime endlich verschwindet, egal wie“. Aber es dürfe „uns niemals egal sein, wie“.

Van der Bellen: Bei sich selbst beginnen

Von Österreich aus könne man freilich an der Weltlage nicht viel rütteln, so der Präsident. Auf die Frage, wo es dann sinnvoll wäre, „laut“ zu werden, sagte der Präsident mit Blick auf ein Zitat von Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, man könne damit bei sich selbst beginnen.

„Für uns Männer bedeutet das: Verantwortung übernehmen“: „Wenn wir unfaire Praktiken miterleben, müssen wir Männer lauter werden“, etwa wenn eine Frau in der Straßenbahn bedrängt wird, in der Kantine ein „sexistischer Witz gemacht wird“ und wenn KIs Vorurteile und Stereotype „ausspucken“ – immer dann müssten sich Männer einmischen und versuchen zu korrigieren.

Frauen den „Rücken stärken“

„Liebe Männer, verstecken wir uns nicht hinter dem Satz ‚Not all men‘“, appellierte das Staatsoberhaupt an seine Geschlechtsgenossen hinzuschauen, wenn Ungerechtigkeiten passieren. „Stärken wir stattdessen unseren Kolleginnen den Rücken. Holen wir Frauen auf die Podien und in die Gremien dieser Welt.“

Nach vielfach geforderten Kammerreformen hat die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) eine Reformgruppe mit Beteiligung der Fraktionen und Länder angekündigt.

Ziel sei es, die gesamte Wirtschaftskammerorganisation von den Fachgruppen über die Sparten und Landeskammern bis zur Bundesorganisation „strukturell und inhaltlich zukunftsfit weiterzuentwickeln“, wie die WKO heute Abend mitteilte. Erste Vorgespräche mit den Fraktionen seien bereits geführt worden.

Das erweiterte Präsidium der WKO werde kommende Woche eine Reformgruppe einsetzen, die konkrete Reformoptionen erarbeiten soll. Diese soll sich fünf Handlungsfeldern widmen: einer Aufgaben-und Angebotsreform, einer Struktur-/Organisationsreform, einer Wahlrechtsreform, einer Transparenzoffensive sowie einer Finanzierungsreform.

Zwischenbericht im Juni

In der Reformgruppe soll je eine Person aus allen Fraktionen im Wirtschaftsparlament, aus den Bundessparten sowie aus der Bundesorganisation und den Landesorganisationen vertreten sein. Alle Beteiligten seien eingeladen, bis 17. März ihre Vertreter zu nominieren, hieß es seitens der Wirtschaftskammer. Ein Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen und Maßnahmen soll dem Wirtschaftsparlament im Juni vorgelegt werden.

„Nach ersten Maßnahmen in der Bundesorganisation der WKO starten wir den Reformdialog der gesamten Wirtschaftskammerorganisation“, so WKO-Präsidentin Martha Schultz. Alle Fraktionen seien eingeladen, „sich aktiv einzubringen“.

Heute hat in Wien die neue „Taskforce Versorgungssicherheit“ getagt, die gestern in Gefolge des Iran-Krieges beim Wirtschaftsministerium eingerichtet worden ist. Die Versorgungssicherheit sei sowohl bei Gas als auch bei Öl gegeben, die Preisentwicklung werde weiter beobachtet, hieß es danach vom zuständigen Minister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) und dem Gremiumsmitglied und WIFO-Ökonomen Harald Oberhofer. Die Taskforce treffe sich täglich zur neuen Lagebewertung.

Um Beruhigung bemüht

Ihr gehören auch die E-Control und das Lieferketteninstitut ASCII an. 18 Indikatoren werden bei jeder Sitzung analysiert. Daraus werden Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung abgeleitet, so Hattmannsdorfer, der insgesamt um Beruhigung bemüht war.

Mehrfach betonten er und auch Oberhofer beim Pressegespräch, dass die aktuellen Preisausschläge bei Öl und Gas bisher keineswegs an Anstiege der vergangenen drei Jahre heranreichen, dass sich die Lage auch recht rasch wieder beruhigen könne. Denn kein Staat der Welt, weder die kriegsführenden USA noch das Hauptabnehmerland des Iran, China, habe Interesse an einer volatilen, hohen Preislage für Energie.

Zugleich sei der Iran kein bedeutender Lieferant für Österreich. Auch beim Flüssiggas LNG sei der Hauptlieferant mittlerweile die USA. Laut Hattmannsdorfer seien zuletzt nur etwa 15 Prozent des LNG, das nach Österreich gelangt, aus Katar durch die Straße von Hormus verschifft worden.

Keine Eingriffe in Energiepreise

Einen Grund, hierzulande in die Preise einzugreifen, sieht Hattmannsdorfer aktuell nicht. Der Energiekrisenmechanismus werde auf Basis seiner Regeln aktiviert, und da brauche es monatelange preisliche Verwerfungen und Überschreitungen von Grenzwerten, die sich auch auf die Endkunden auswirken. Im Fall des Falles sei ein Strompreis von zehn Cent je kWh vorgesehen.

Grüne Kritik an Hattmannsdorfer

Kritik an Hattmannsdorfers Aussagen übte Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen: „Kein Wort zum Ausstieg aus Öl und Gas, kein Schutz vor Preisschocks: Die Bundesregierung und Hattmannsdorfer agieren so, als wäre Österreich eine Insel der Seligen.“ Die „strukturelle Abhängigkeit von Öl und Gas“ müsse endlich durchbrochen werden.

EU

Gewalt gegen Frauen ist weit verbreitet, findet zunehmend im digitalen Raum statt und wird von den Institutionen, die sich eigentlich mit ihrer Bekämpfung und Prävention befassen sollten, übersehen.

Laut der heute veröffentlichten „EU-Umfrage zu geschlechtsspezifischer Gewalt“ der EU-Grundrechteagentur und des Instituts für Gleichstellung leidet jede dritte Frau in der EU unter körperlicher und/oder sexueller Gewalt.

Gewalt in Paarbeziehungen, psychische Gewalt, wirtschaftliche Gewalt und Cybergewalt gehören laut Bericht zu den am weitesten verbreiteten Formen, würden jedoch am wenigsten wahrgenommen. Das Ausmaß der nicht gemeldeten Gewalt zeige, dass die Systeme nicht angemessen funktionierten.

Politik zum Handeln aufgefordert

Die EU-Agentur für Grundrechte (FRA) und das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) forderten die Entscheidungsträgerinnen und -träger in der EU in einer gemeinsamen Pressekonferenz daher auf, Recht, Politik und Praxis an Erfahrungen von Frauen anzupassen.

„Gewalt gegen Frauen ist eine Verletzung der Grundrechte“, sagte FRA-Direktorin Sirpa Rautio. „Wenn Missbrauch normalisiert, verschleiert oder ignoriert wird, spiegelt dies ein systemisches Versagen bei der Wahrung von Rechten wider. Die Mitgliedsstaaten haben klare Verpflichtungen, Gewalt zu verhindern, Opfer zu schützen und den Zugang zur Justiz zu gewährleisten.“

Jede zehnte Frau in der EU wurde von ihrem Partner laut Bericht bereits körperlich angegriffen und verletzt, Österreich liegt mit 8,6 Prozent aller Frauen knapp unter dem EU-Schnitt. 6,6 Prozent EU-weit und 4,9 Prozent in Österreich hatten Angst, ihr Partner könnte sie töten. Ebenfalls jede zehnte Frau gab an, in ihrem Leben bereits Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein.

Beziehungstaten seltener gemeldet

Europaweit werden Beziehungstaten seltener gemeldet als Gewalt durch Nichtpartner: Nur 6,1 Prozent der Frauen in der EU zeigten körperliche oder sexuelle Misshandlung durch ihren Partner bei der Polizei an gegenüber 11,3 Prozent, wenn sie von Nichtpartnern angegriffen wurden.

Fast die Hälfte der Opfer von Vergewaltigungen meldet Angriffe durch Fremde wegen Schamgefühl oder Selbstvorwürfen nicht. Angst vor Vergeltungsmaßnahmen des Täters und die Überzeugung, dass die Polizei nicht helfen könne, sind weitere Gründe.

Wirtschaft

Die Inflation ist im Februar laut einer heute veröffentlichten Schnellschätzung der Statistik Austria auf 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Damit fällt sie höher aus als zu Jahresbeginn, im Jänner lag die Teuerung bei 2,0 Prozent.

Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Inflation in Österreich mit einer Schnellschätzung von 2,2% für Februar 2026
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: Statistik Austria

Hauptursache für die höhere Teuerung in Österreich waren die Energiepreise, die die Inflation weniger stark gedämpft haben als noch im Jänner. Stärkster Inflationstreiber waren erneut die Dienstleistungen, die sich um 4,0 Prozent verteuerten.

Zudem stiegen die Preise für Lebensmittel, Tabak und Alkohol um 3,0 Prozent und damit stärker als im Monat zuvor. Insbesondere seien Zigaretten im Februar deutlich teurer geworden, schreibt die Statistik. Grund ist die Erhöhung der Tabaksteuer.

Chronik

Beim Einsturz eines Stegs sind in Spanien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall geschah am felsigen Strand El Bocal nördlich der Regionalhauptstadt Santander im Norden des Landes, wie der Seerettungsdienst der Region Kantabrien heute mitteilte. Nach einer vermissten Person werde noch gesucht.

Bei den Todesopfern handle es sich um vier junge Frauen und einen jungen Mann, die alle „etwas älter als 20“ seien, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press, der staatliche TV-Sender RTVE und weitere Medien unter Berufung auf die Rettungskräfte und eine Überlebende. Zunächst hatte es geheißen, die Opfer seien alle mittleren Alters. Die Ursache des Unfalls, der gegen 16.30 Uhr geschah, blieb unklar.

Junge Frau starb im Krankenhaus

Nach Angaben der Behörden waren insgesamt sieben Menschen von dem Unglück betroffen. Es habe sich um eine Gruppe von sechs Studentinnen einer spanischen Berufsschule gehandelt, die zusammen mit einem Betreuer eine Tour unternommen hätten. Die gesamte Gruppe sei beim Einsturz des Holzstegs zwischen zwei Klippen ins Meer oder auf die Felsen gestürzt.

Zwei der jungen Frauen konnten den amtlichen Angaben zufolge zunächst lebend aus dem Wasser gerettet werden. Eine der beiden erlag allerdings wenig später auf der Intensivstation eines Krankenhauses ihren Verletzungen. Die zweite junge Frau habe stark unterkühlt überlebt.

„Große Tragödie“

Santanders Bürgermeisterin Gema Igual sprach von einer „großen Tragödie“. „Eine Gruppe von sieben jungen Menschen, die gekommen war, um die Natur zu genießen, wurde von diesem Unglück überrascht“, sagte sie sichtlich mitgenommen am Unglücksort vor Journalisten und Journalistinnen.

Der Zwischenfall ereignete sich den amtlichen Angaben zufolge an einem Steg zwischen dem Strand El Bocal und dem Spanischen Institut für Ozeanografie. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war dort laut Europa Press am späten Dienstagabend noch im Einsatz. Bei der Suche nach der letzten Vermissten wurden Boote und Hubschrauber eingesetzt.