Die Männer von morgen – Was bedeutet feministische Erziehung für Jungs?

In dieser Folge hat Laura eine ganz besondere Gesprächspartnerin: Katrin Rönicke! Katrin hat einen mittlerweile erwachsenen Sohn, und da das Thema feministische Erziehung ein Dauerbrenner ist, das ihr euch immer wieder wünscht, gibt es jetzt eine Neuauflage. Laura möchte von Katrin unter anderem wissen: Hat’s geklappt? Ist ihr Sohn ein Feminist geworden? Und wenn ja, wie hat sie das gemacht? Und wie ist das eigentlich für feministische Jungs selber? Ist es vielleicht auch eine Art Last, feministisch erzogen worden zu sein?

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7 thoughts on “Die Männer von morgen – Was bedeutet feministische Erziehung für Jungs?”

  1. Hallo,
    ich habe mich sehr über die Folge zur feministischen Erziehung von Jungs gefreut, war dann aber über die wenig differenzierte Darstellung des Lehramtsstudiums und der Einstellung von Lehrkräften gegenüber Pädagogik sehr enttäuscht. Ich habe selber Lehramt studiert und in jedem Semester waren Pädagogikseminare Pflicht, die Ausbildung hat sich gedrittelt: die Fachwissenschaften zu den beiden Lehramtsfächern und Bildungs- / Erziehungswissenschaften. Vielleicht ist das an Katrins Uni anders gewesen, aber die Darstellung im Podcast wirkt leider sehr allgemeingültig, ist meiner Meinung nach aber stark subjektiv gefärbt. Auch haben sich in meinem Studium die Lehramtsstudierenden immer mehr Pädagogik gewünscht und fanden die Fachwissenschaften völlig schulfremd. So sind die Wahrnehmungen verschieden,aber es wäre wünschenswert, dann auch verschiedene Perspektiven zu betrachten oder Lehrkräfte selbst zu befragen.
    Auch hätte ich mir gewünscht, dass Katrin genauer erläutert, warum sie sieht, dass Lehrkräfte keine PädagogInnen seien.

    1. Hallo Pia,

      vielen Dank für die Kritik, die ich mir zu Herzen nehme. Es ist natürlich a) lange her und b) eine Aussage einzig für Berlin. Das hätte ich deutlicher sagen sollen.
      Da die Folge jetzt nicht zentral im Schule und Bildung ging, haben wir nicht weiter mit Lehrkräften gesprochen. Die Aussage war auch nicht vorbereitet oder recherchiert, da ich auf Lauras Fragen spontan geantwortet habe.

      Zu deiner Frage am Schluss:
      Ich habe noch einmal recherchiert, weil ich tatsächlich überlegt hätte, die Passage ganz raus zu nehmen, wenn es so wäre, dass Pädagogik heute generell so viel Platz im Lehramtsstudium bekommt, wie es bei dir der Fall war.
      Meine kurze Recherche hat aber gezeigt, dass dein Fall die absolute Ausnahme von der Regel ist:
      Mein Berliner Eindruck entspricht auch etwa dem, was in NRW an erziehungswissenschaftlichem Teil im Lehramtsstudium normal ist: Da sind es ca. 1/6 der Gesamtzahl an SWS.
      Beim Lehramt Gymnasium in Bayern zum Beispiel beträgt der Anteil der Erziehungswissenschaften in ECTS nur ca. 12% – das ist etwa 1/8 der Gesamtzahl. Und auch in Rheinland-Pfalz betragen Bildungswissenschaftliche Anteile am Gesamtstudium in der Regel 40-42 ECTS von insgesamt 300 ECTS (also auch um die 13%) und das ist nicht gerade viel.

      Es ist also bestimmt von Land zu Land verschieden und es gibt auch inzwischen regional Regelungen, die viel besser sind – und an Grundschulen ist es sowieso noch einmal anders. Aber unterm Strich ist es schon in weiten Teilen der Bundesrepublik Deutschland nach wie vor das Problem, das ich skizziert habe, auch wenn ich die Recherche erst jetzt gemacht habe und nicht davor (weil ich wie gesagt spontan geantwortet habe).

      Insofern ja: In der Pauschalität stimmt es nicht, es gibt Ausnahmen. Aber in der Regel und in den meisten Bundesländern ist es nach wie vor so, dass die Pädagogik im Lehramtsstudium eine untergeordnete Rolle spielt.
      Viele Grüße
      Katrin

  2. Hallo, vielen Dank für diese Folge, die mir als Mutter dreier Kinder viel Mut und Inspiration gibt! Da ich keinen Insta-Account habe: Gibt es noch eine andere Möglichkeit, auf eure Empfehlungen zu Young Adult Fiction speziell für Jungs zuzugreifen? (Das frage ich als Lehrerin, die viele Jungen in dieser Altersgruppe arbeitet.)
    Vielen Dank noch mal!!

  3. Mich hat die Folge sehr enttäuscht. Ihr zieht euch am Ende auf Stereotype zurück: Jungs lässt man nicht weinen, Jungs werden zum Raufen gezwungen…

    Also mal ehrlich – was ihr hier als feministische Erziehung von Jungs bezeichnet ist doch bei Menschen mit halbwegs Herzensbildung einfach selbstverständlich. Ich hab bislang keinen Vater erlebt, der sich freut, wenn seine Jungs raufen oder der seine Kinder nicht auch gern tröstet. Und auch die Omas, deren Indianer keinen Schmerz kennen dürfen, werden doch eher rar.

    Allein die Tatsache, dass ihr die Erziehung von Jungs so seltsam verkrampft als Besonderheit unter Feministinnen behandelt, ist doch bereits der Anfang des Problems. Ihr reproduziert dadurch genau die Stereotype von Männlichkeit und Weiblichleit, die ihr (zurecht) verhindern wollt – anstatt einfach den Schritt zurück zu gehen und zB Jungs primär als Herabwachsende zu betrachten.

    Der Feminismus in der Generation meiner Eltern war da deutlich weiter – als der heutige.

    1. Hallo Alexandra,
      ich denke, dass du nicht dem Feminismus vorwerfen kannst, dass die Gesellschaft gerade in Bezug auf Geschlechterrollen eine Rolle Rückwärts macht. Es mag bei Menschen wie dir und mir selbstverständlich sein, aber wir sind nicht die Norm. Die Realität ist, dass junge Männer heute mehr denn je an sterotypen Männerbildern hängen. Das zeigen auch Studien. Es ist ein globales Phänomen.
      Ich lasse man ein paar Aussagen hier:

      Also ja – wäre toll, wenn es so wäre, wie du sagst und all das rar wäre oder würde – aber das ist leider nicht die Realität. Im Gegenteil. Darum diese Folge.

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