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Espresso, Latte, Cappuccino – ein guter Kaffeevollautomat erfüllt Ihre Koffeinträume im Handumdrehen. Doch nicht jedes Modell kann überzeugen! Die Bestenliste mit allen getesteten Produkten samt Pro & Contra finden Sie direkt unten. Danach folgt der ausführliche Testbericht.
Ohne Kaffee? Ohne uns! 80 Prozent der Deutschen starten mit einer dampfenden Tasse in den Tag (sagt eine Forsa-Studie). Kein Wunder, dass Kaffeevollautomaten immer beliebter werden – sie liefern Espresso und Cappuccino auf Knopfdruck. Aber muss es das teure Premiummodell sein oder tut’s auch ein günstiger Kaffeevollautomat? COMPUTER BILD hat 48 Automaten von DeLonghi, Jura, Siemens, Philips und weiteren Herstellern geprüft. Das sind die Besten.
Das Wichtigste in Kürze
- Kaffeevollautomaten sind in der einfachsten Ausstattung bereits ab 200 Euro erhältlich. High-End-Geräte für den Hausgebrauch kosten dagegen bis zu 3000 Euro.
- Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Zahl der Brühprogramme. Innovative Modelle beherrschen rund 30 Kaffeespezialitäten und Besonderheiten wie Black Eye, Cold Brew oder Mokka.
- Leben in Ihrem Haushalt Kaffeetrinker mit unterschiedlichen Vorlieben, kann sich der Kauf eines Vollautomaten mit zwei Mahlwerken und programmierbaren Profilen lohnen.
- Ist Ihnen der Komfort wichtig, sollten Sie auf automatische Reinigungsprogramme und integrierte Milchaufschäumsysteme achten.
Testsieger:DeLonghi Rivelia lässt alle anderen hinter sich
Auf Platz eins unseres großen Kaffeevollautomaten-Checks hat es der DeLonghi Rivelia geschafft und überzeugt mit einem schlüssigen Gesamtpaket an: Zwei mitgelieferte, abnehmbare Bohnenbehälter erlauben das blitzschnelle wechseln von Kaffee-Sorten für unterschiedliche Getränke. Außerdem lässt sich das Mahlwerk reinigen, was nur bei wenigen Kaffeevollautomaten möglich ist.
Je mehr die Maschine genutzt wird, desto besser stimmt Sie sich auf die Nutzerinnen und Nutzer ein, da häufig bezogene Getränke weiter vorne auf dem 3,5-Zoll-Touchdisplay angezeigt werden – sogar differenziert nach Tageszeiten. Insgesamt sind 16 verschiedene heiße und kalte Kaffeegetränke vorprogrammiert, die sich nach den eigenen Vorlieben anpassen lassen.
Für die Zubereitung von Milchkaffeegetränken steht das praktische „LatteCrema“-Milchsystem mit einsteckbarem Becher zur Verfügung. Trotz seiner umfangreichen Funktionen bleibt das Gerät erstaunlich kompakt und ist mit einem Preis von 615 Euro (Stand: Januar 2026) zudem sehr erschwinglich.

Preistipp:DeLonghi Magnifica Start Milk
Hier kommt unser Preistipp für das schmalere Budget: mit dem DeLonghi Magnifica Start Milk bekommen Sie leckeren Kaffee und viel Komfort zum wirklich fairen Preis von 380 Euro (Stand: Januar 2026). Beim Einstiegs-Kaffeevollautomat gelangt die aufgeschäumte Milch über den praktischen „LatteCrema“-Becher in die Tasse, der neben dem Zentralauslauf eingesteckt wird.
Drei verschiedene Getränkeprogramme hat die Maschine: Espresso, Kaffee und je nach Modell auch Cappuccino oder Latte Macchiato. Die Einstellung der wichtigsten Parameter (Mahlgrad, Wassermenge) ist flexibel möglich, die Bedienung erfolgt unkompliziert über Sensortasten. Beim gemessenen Stromverbrauch zeigte sich der Vollautomat im Test genügsam, auch der Geräuschpegel von 65 Dezibel bei der Zubereitung von Espresso blieb angenehm leise

So testen wir:Kaffeevollautomaten auf dem Prüfstand
Beim Testen von Kaffeevollautomaten legen wir Wert auf verschiedene Faktoren. Wichtig sind uns dabei nicht nur die Ausstattung und Funktionsvielfalt, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit und die Qualität der zubereiteten Kaffeegetränke. Weiterhin prüfen wir, wie leicht die Geräte zu reinigen sind und ob sie technisch überzeugen können. Hier erfahren Sie, welche spezifischen Testkriterien wir berücksichtigen.
Ausstattung & Funktionen
Ein hochwertiger Kaffeevollautomat zeichnet sich durch einen in der Höhe verstellbaren Getränkeauslauf aus, der den Doppelbezug von Kaffeegetränken ermöglicht. Zudem sollte bestenfalls ein Wasserfilter installierbar sein. Ein Extrafach für gemahlenen Kaffee ist eine nützliche Zusatzfunktion.
Was wir auch gut finden: wenn Nutzerprofile angelegt und individuelle Rezepte gespeichert werden können – denn jeder mag seinen Kaffee anders. Bei den meisten Vollautomaten kann die Kaffeemenge angepasst werden. Bei Geräten mit Milchsystem lässt sich in der Regel auch die Milchmenge anpassen. Pluspunkt bekommt eine Maschine, wenn sich die Brühtemperatur sowie der Mahlgrad individuell einstellen lässt.

Bedienung & Getränkeauswahl
Ob es sich um Knöpfe, Drehregler, Sensortasten oder Touchdisplays handelt, ist zunächst einmal egal. Hauptsache der Kaffeevollautomat lässt sich problemlos und schnell bedienen, die Menüs einfach finden und Einstellungen ohne große Mühe anpassen. Eine Bedienungsanleitung sollte alle Fragezeichen auflösen – und keine neuen hervorrufen. Üblicherweise bieten Kaffeeautomaten Automatikprogramme wie Espresso, Caffè Crema, Milchkaffee, Cappuccino und Latte macchiato.
Spitzenmodelle erweitern das Angebot um internationale Spezialitäten wie Flat White und den portugiesischen Galão oder auch um Cold Brew Coffee und andere Kaltgetränke. Nahezu alle Automaten liefern heißes Wasser für Tee und ähnliches, und oft ist es möglich, den Milchschaum separat zu bekommen.

Kaffeequalität & Milchsystem
Der wichtigste Testpunkt ist für uns natürlich: die Qualität des Getränks. Die bewerten wir anhand des Espressos, den praktisch jeder Kaffeevollautomat zubereiten kann. Dabei untersuchen wir sowohl den Geschmack des Getränks als auch die Beschaffenheit der Crema. Um die gleichen Bedingungen sicherzustellen, verwenden wir immer eine 100-prozentige Arabica-Röstung eines renommierten Markenherstellers. Die Crema muss dann in puncto Konsistenz, Dichte, Farbe, Stabilität, Feinheit und Aroma überzeugen.
Beim Geschmack achten wir auf Intensität, Geschmacksnoten, Geruch, Temperatur sowie die Säure-Bitterkeit-Balance und das Mundgefühl des Espressos.
Klassische Siebträgermaschinen wie „beim Italiener“ haben da zwar noch die Nase vorn, aber Kaffeevollautomaten kommen schon nahe ran. Die Unterschiede sind kaum noch zu schmecken! Falls ein Milchsystem vorhanden ist, prüfen wir auch dessen Funktionsweise. Einige Vollautomaten kommen nur mit einer einfachen Milchaufschäumdüse, bessere Modelle bieten einen Milchbehälter aus Kunststoff, Glas oder Edelstahl und eine Milchlanze.
Auch die Art der Milchausgabe ist entscheidend: Manche Geräte geben den Milchschaum direkt über den Milchbehälter aus, andere nutzen einen Cappuccinatore (Aufschäumer) im Zentralauslauf oder gar einen separaten Auslauf.
Reinigung & Technik
Je einfacher die Pflege des Kaffeevollautomaten klappt, desto besser. Zu dem Zweck bieten so gut wie alle Geräte ein automatisch ablaufendes Entkalkungsprogramm, viele Maschinen haben auch ein Programm für die Systemreinigung. Außerdem lässt sich der Großteil der Testkandidaten auf die örtliche Wasserhärte einstellen. Abgesehen davon sollte auch die Handreinigung des Gehäuses und der Einzelteile ohne größere Probleme funktionieren.

Bei den meisten Automaten können Sie die Brühgruppe seitlich oder vorne für die regelmäßige Spülung unter fließendem, warmem Wasser entnehmen, was viele bevorzugen. Manche Maschinen verfügen über eine fest verbaute Brühgruppe, die automatisch mitgereinigt wird.
Darüber hinaus sollte ein Kaffeevollautomat eine möglichst geringe Betriebslautstärke vorweisen und keinen hohen Stromverbrauch haben. Auch die Größe des Geräts ist ein wichtiger Faktor, da nicht jeder Platz für eine XXL-Kaffeemaschine hat – dazu passend: unser großer Test kleiner Kaffeevollautomaten für enge Küchen.
Die Testergebnisse im Überblick
Im Vergleichstest überzeugten bereits Kaffeevollautomaten ab 500 Euro mit guten Ergebnissen. Auf Knopfdruck lieferten fast alle Geräte schmackhafte Kaffeespezialitäten und stabilen Milchschaum. Wer die Kaffeevielfalt und den Bedienkomfort besonders schätzt, muss dagegen mehr investieren. Dafür liefert der moderne Kaffeevollautomat dann auch Dutzende von Kaffeekreationen, reinigt sich automatisch und erlaubt gramm- wie gradgenaue Einstellungen für verschiedene Nutzer.
Chilliger Kaffee: Nivona NIVO 8107

Wenn Sie sowohl heiße als auch kalte Kaffeegetränke lieben, werden Sie mit dem Nivona NIVO 8107 (Preis im Januar 2026: 1.140 Euro) glücklich. Der Kaffeevollautomat bietet eine Auswahl aus neun köstlichen Kaffeeprogrammen. Mit dabei: der ausgezeichnete „Chilled Brew“. Nivona verwendet diese Bezeichnung als Ersatz für „Cold-Brew“. Denn nach der reinen Lehre von Kaffee-Puristen kann ein echter Cold-Brew in einem Vollautomaten gar nicht zubereitet werden. Unbedingt probieren!
Zudem punktet das Modell mit einer ausgezeichneten Ausstattung und vielen Einstellungsmöglichkeiten, einer einfachen Bedienung über Drehknopf und Display sowie die Nivona-App. Besonders erwähnenswert ist das äußerst leise Betriebsgeräusch von nur 48,5 Dezibel bei der Espresso-Zubereitung. Solche Lautstärken werden meist noch als angenehm empfunden.
Ein weiteres Highlight: die innovative Brühgruppe. Durch das geschlossene Design gibt’s viel weniger Reinigungsaufwand, das kennen wir schon von den Basismodellen der 8000er-Serie. Tipps zur Reinigung der Brühgruppe und weiteren Kaffeevollautomaten-Themen finden Sie in unserem Ratgeber.
Süßer Milchkaffee: Jura S8 (EB)
Der Premium-Vollautomat Jura S8 (EB) eignet sich für nahezu alle Ansprüche. Er ist mit dem hochwertigen „P.A.G.2“-Mahlwerk ausgestattet, das sogar unabhängig vom Mahlvorgang einstellbar ist. Mit elf verschiedenen Kaffeeprogrammen bietet der Automat eine breite Auswahl. Zusätzlich ermöglicht das mitgelieferte WLAN-Modul eine bequeme Steuerung über die zugehörige App.

Auch die Reinigung des Milchsystems ist sehr einfach. Kaffeeliebhaber, die auf süßen Milchschaum Wert legen, werden von der „Sweet Foam“-Funktion begeistert sein. Damit lassen sich Milchgetränke mit süßem Sirup anfertigen. Angesichts des umfangreichen Angebots ist der Preis von 1900 Euro (Stand: Januar 2026) angemessen.
Praktischer Milchbecher: Philips 5500 Series LatteGo
Wie unser Preistipp beeindruckt auch der Philips 5500 Series LatteGo durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis (Preis im Januar 2026: 700 Euro). Das Flaggschiff des niederländischen Herstellers bietet eine große Auswahl an Kaffeegetränken, inklusive kalter Getränke mit und ohne Milch. Ähnlich wie beim Vorgängermodell sind sowohl die Bedienung als auch die Reinigung der Maschine einfach und benutzerfreundlich.

Der „LatteGo“-Milchbecher ist in puncto Handhabung sehr komfortabel. Allerdings könnte der Milchschaum nach unserer Einschätzung cremiger sein. Wenn Sie mit einer geringeren Auswahl ohne kalte Milchkaffees auskommen, können Sie alternativ auch zum etwas günstigeren kleinen Bruder Philips 4400 Series LatteGo greifen.
Unser Fazit:Bei Vollautomaten muss der Geschmack stimmen
Ein Vollautomat könnte die ideale Kaffeemaschine für Sie sein, wenn Sie Wert auf schnelle und einfache Kaffeezubereitung legen, ohne dabei Qualität und Auswahl einzuschränken. Jedes hier getestete Modell hat seine eigenen Stärken: Unser Testsieger, der DeLonghi Rivelia, begeistert mit zwei Bohnenbehältern und einer starken Gesamtleistung – vor allem für seinen Preis.
Für exzellenten Geschmack und köstliche kalte Kaffeegetränke steht der Nivona Nivo 8107. Einfache Milchschaumherstellung bietet der Preis-Leistungssieger DeLonghi Magnifica Start Milk, während der Philips 5500 Series LatteGo mit einem schlauchlosen Becher-Milchsystem punktet. Der Jura S8 (EB) überzeugt mit einem Premium-Mahlwerk und die Funktion für süßen Milchschaum.
FAQ:Häufige Fragen zu Kaffeevollautomaten
Was kostet ein guter Kaffeevollautomat?
Kann man mehrere Kaffeesorten in einem Kaffeevollautomaten nutzen?
Gibt es Kaffeevollautomaten, die man nicht reinigen muss?
Schmeckt der Kaffee aus einem Vollautomaten oder Siebträger besser?
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