Das Interesse an medizinischem Cannabis wächst – umso mehr, seit 2024 der Umgang damit für Ärzte und Patienten leichter geworden ist.
Braucht man ein Cannabis-Rezept? Kann man Cannabis online erhalten? Was kosten die Produkte und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Eines ist klar: Cannabis mit THC ist in Deutschland nur mit ärztlicher Verschreibung erhältlich.
In diesem Artikel erfährst du, wer ein Cannabis-Rezept bekommt, welche Kosten anfallen und welche rechtlichen Aspekte du beachten musst.
Hinweis: Dieser Text enthält Informationen und Hinweise zum Thema medizinisches Cannabis. Er ist jedoch kein medizinischer Ratgeber und kann keine medizinische Konsultation ersetzen.
Wege zum Cannabis-Rezept: ärztliche Online-Angebote
- Klar strukturierter Online-Ablauf
- Rezeptübermittlung an Apotheken möglich
- Teilweise Kritik am Preisniveau
- Schnelle Cannabis-Rezeptausstellung laut Nutzern
- Unkomplizierter Online-Ablauf
- Wenig Angaben zur Nachsorge
- Viel Nutzerfeedback vorhanden
- Große Produkttransparenz
- Negativberichte zum Kundenservice
Hinweis: Die Anbieter vermitteln ärztliche Fernbehandlungen. Sie erbringen selbst keine ärztlichen Leistungen und geben keine Medikamente ab. Rezeptentscheidung und Abgabe von medizinischem Cannabis erfolgen ausschließlich durch Ärzt:innen bzw. Apotheken.
Wer kann ein Cannabis-Rezept bekommen?
Grundsätzlich dürfen fast alle Ärzte und Fachärzte ein Cannabis-Rezept ausstellen. Voraussetzung: Bei ihren Patienten muss eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen und eine herkömmliche Therapie hat keine ausreichende Wirkung gezeigt.
Was sich 2024 bei Cannabis-Rezepten geändert hat:
- Die neuen Gesetze zur Legalisierung trennen den Umgang mit medizinischem Cannabis vom Umgang mit nicht-medizinischem Cannabis.
- Den Umgang mit medizinischem Cannabis regelt das Medizinal-Cannabis-Gesetz (MedCanG). In Apotheken ist auch künftig ausschließlich medizinisches Cannabis erhältlich.
- Das Cannabisgesetz CanG (Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften) enthält die neuen Vorschriften zum privaten Eigenanbau und zum gemeinschaftlichen Anbau in regionalen Gemeinschaften (oft auch als Cannabis-Clubs bezeichnet).
- Medizinisches Cannabis (meist mit THC) fällt mit wenigen Ausnahmen (etwa Nabilon/Canemes) nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz. Für die Verschreibung von medizinischem Cannabis reicht daher ein normales privates oder kassenärztliches Rezept eines Arztes.
- Viele Fachrichtungen dürfen medizinisches Cannabis verordnen. Dazu zählen unter anderem Allgemeinmediziner, Anästhesisten, Internisten, Neurologen sowie Gynäkologen mit der Schwerpunktbezeichnung „Gynäkologische Onkologie“. Ob und in welchem Umfang die Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt vom Einzelfall und den Kassen-Vorgaben ab.
- Für die Verschreibung reicht seit April 2024 in der Regel ein normales Kassen- oder Privatrezept (kein BtM-Rezept mehr). Für die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse können jedoch weiterhin – je nach Fall und Verordnungssituation – Genehmigungs- bzw. Prüfschritte erforderlich sein.
Menschen mit diesen Symptomen und Krankheiten können medizinisches Cannabis erhalten:
- Chronische Schmerzen: Cannabis kann langanhaltende Schmerzen lindern.
- Multiple Sklerose: Die Reduzierung von Spastiken lässt sich durch medizinisches Cannabis erreichen.
- Appetitlosigkeit und Übelkeit: Beispielsweise bei Krebs oder HIV/AIDS wirkt Cannabis hier positiv.
- Tourette-Syndrom: Einige Studien deuten darauf hin, dass Cannabis die Häufigkeit und Intensität von Tics verringern kann.
- ADHS: Auch bei ADHS wird mitunter ein Cannabisrezept verschrieben.
- Depressionen: Ebenso wird Cannabis gelegentlich bei Depressionen eingesetzt.
Wichtig: Für einige dieser Anwendungsgebiete ist die Evidenzlage begrenzt oder die Anwendung umstritten – eine Verordnung erfolgt dann nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung.
Die Menge des verordneten medizinischen Cannabis hängt von der Diagnose und der individuellen Situation des Patienten ab. Der Arzt bestimmt also, wie viele Gramm sinnvoll sind. In der Regel darf ein Arzt bis zu 100 Gramm Cannabisblüten pro 30 Tagen verschreiben. Die verordnete Menge hängt von der Diagnose und der individuellen Therapie ab. Für Cannabisblüten gelten gesetzliche Vorgaben und ärztliche Verordnungsgrenzen, die im Einzelfall zu beachten sind.
Tipp: Für ein medizinisches Cannabis-Rezept ist nicht jedes Mal ein Besuch bei einem Arzt erforderlich. Es gibt auch telemedizinische Anbieter. Sie helfen dir dabei, einen Termin für eine ärztliche Konsultation zu bekommen, und koordinieren – sofern ein Arzt ein Rezept ausstellt – die Einlösung über eine (Versand-)Apotheke und die Lieferung..
Cannabis-BtM-Rezept
Gut zu wissen: Seit dem 1. April 2024 ist in Deutschland für die Verordnung von medizinischem Cannabis mit wenigen Ausnahmen kein Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept) mehr erforderlich.
Mit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes (CanG) wurde medizinisches Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) herausgenommen und unterliegt nun dem Medizinal-Cannabis-Gesetz (MedCanG). Ärzte können Cannabis zu medizinischen Zwecken seitdem auf einem normalen kassenärztlichen oder privaten Rezept verordnen.
Es gibt eine Ausnahme: Produkte mit dem Wirkstoff Nabilon (Handelsname Canemes®) – einem synthetischen Cannabinoid. Dies unterliegt weiterhin dem BtMG – und muss daher nach wie vor auf einem BtM-Rezept verschrieben werden.

Ein Arzt kann medizinisches Marihuana-Öl als Teil einer personalisierten Therapie empfehlen
Online-Optionen für den Erhalt eines Cannabis-Rezepts
Ein medizinisches Cannabis-Rezept ohne Gespräch und Diagnose zu bekommen, ist in Deutschland nicht legal. Ein Cannabis-Rezept erhältst du nur nach einer ärztlichen Untersuchung. Gesetzlich ist festgelegt, dass ein Arzt zuvor die Diagnose stellt und die medizinische Notwendigkeit prüft. Ohne Arztkontakt oder Diagnose ist eine Verschreibung nicht möglich.
Jedoch muss der Weg nicht über deinen Hausarzt oder einen Facharzt führen: Es gibt seriöse telemedizinische Anbieter, die eine gesetzeskonforme Online-Beratung anbieten können, da sie mit approbierten Ärzten zusammenarbeiten. Auch hier gibt es ein Cannabis-Rezept erst, nachdem ein Arzt die Verfassung und Vorgeschichte des Patienten gesehen und die Indikation in einem persönlichen Gespräch geprüft hat. Letzteres ist bei neuen Patienten unumgänglich. Wird vorab ein medizinischer Fragebogen online vom Patienten ausgefüllt, erleichtert dies die Anamnese, weil der Arzt wichtige Patientendaten für die Konsultation vorliegen hat.
Wichtiges zum Online-Cannabis-Rezept:
- Gesetzliche Vorgaben: Ärzte dürfen Cannabis nur bei einer medizinischen Indikation verschreiben.
- Telemedizinische Anbieter: Online-Plattformen, die mit Ärzten zusammenarbeiten, wickeln viele Schritte online ab. Dazu zählen etwa die Terminvergabe, die Vorabprüfung der Patientendaten (meist anhand eines medizinischen Fragebogens) sowie die Bestellung und den Versand des Cannabis. Bei neuen Patienten ist ein persönliches Arztgespräch Pflicht. Bei Folgeverschreibungen kann dies ebenfalls online stattfinden.
- Keine Diagnose, kein Rezept: Ein Cannabis-Rezept online ohne Gespräch oder eine Diagnose per Online-Fragebogen ist gesetzlich nicht erlaubt. Jeder Antrag muss von einem Arzt geprüft werden.
- Ablauf der Bestellung: Nach ärztlicher Diagnose wird das Rezept ausgestellt und kann online oder in einer Apotheke eingelöst werden.
Fazit: Telemedizinische Angebote verbinden Patienten digital mit Ärzten. Wenn ein Cannabis-Arzt online ausstellt, gelten jedoch dieselben Vorgaben wie bei einem Praxisbesuch. Erst nach einem persönlichen Arztgespräch und nach Ermittlung einer passenden Indikation kann Cannabis verschrieben werden.
Cannabis-Rezept – Kosten
Möchtest du ein Cannabis-Rezept online günstig beantragen – und Cannabis preiswert bestellen? Dann solltest du verschiedene Anbieter vergleichen. Denn die Cannabis-Rezept-Kosten variieren je nach Anbieter und Behandlungsaufwand.
Die Preise setzen sich aus den Kosten für den Arzt, Rezeptausstellung sowie die Medikamente zusammen:
Arzt- und Rezeptkosten für Cannabis
Wenn die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für dein medizinisches Cannabis übernimmt und du von deinem Arzt ein normales kassenärztliches Rezept erhältst, beträgt die Zuzahlung 10 % des Preises, maximal 10 Euro. Den Arztbesuch bei einem niedergelassenen Arzt zahlt die Krankenkasse ebenfalls.
Ein Cannabis-Rezept gibt es online nicht kostenlos, da dabei eine ärztliche Leistung erbracht wird.
- Einige Plattformen erheben Gebühren zwischen 49 € und 100 €.
- Bei manchen Anbietern beträgt die Gebühr 18,90 €.
Die Gebühren für Online-Sprechstunde/Rezeptausstellung variieren je nach Anbieter und Umfang der ärztlichen Leistung deutlich (z. B. Ersttermin vs. Folgetermin). Ein Preisvergleich lohnt sich.
Kosten für medizinisches Cannabis
Die Kosten für medizinische Cannabisprodukte variieren je nach Sorte und Wirkstoffgehalt. Durchschnittlich zahlt man zwischen 7 und 15 € pro Gramm, wobei hochwertige Sorten bis zu 20 € oder mehr kosten können.

Cannabis-Öl kann von Ärzten zur Behandlung bestimmter Krankheitsleiden verschrieben werden
Schritt für Schritt: Wie man ein Cannabisrezept bekommt
Du möchtest medizinisches Cannabis auf Rezept verschrieben bekommen? Der Prozess sieht in der Regel in Deutschland so aus:
Voraussetzungen für eine Verschreibung
Ein Arzt kann dir medizinisches Cannabis verschreiben, wenn:
- Eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche Erkrankung vorliegt (z. B. chronische Schmerzen, Depressionen, Multiple Sklerose, Krebs, Epilepsie).
- Andere Behandlungsmethoden nicht ausreichend wirksam waren oder zu starke Nebenwirkungen hatten.
- Es eine begründete Aussicht gibt, dass Cannabis die Symptome lindert.
Arztbesuch & Diagnose
- Zunächst muss ein Arzt konsultiert werden (Hausarzt oder Facharzt).
- Eine gründliche Untersuchung sowie die Dokumentation bisheriger Therapien sind erforderlich.
- Der Arzt entscheidet, ob Cannabis als Therapie in Frage kommt.
Rezeptausstellung & Genehmigung durch die Krankenkasse
- Bei gesetzlich Versicherten muss die Krankenkasse die Kostenübernahme mitunter vorab genehmigen. Das hängt von der Qualifikation deines Arztes ab.
- Privatversicherte müssen dies individuell mit ihrer Versicherung klären.
- Falls die Kasse ablehnt, kann Widerspruch eingelegt werden – das ist oft erfolgreich.
Bezug in der Apotheke
- Mit einem Rezept kann in der Apotheke Cannabis gekauft werden.
- Nicht jede Apotheke hat alle Cannabisprodukte vorrätig. Spezielle Apotheken sind besser sortiert, andere müssen die Produkte erst bestellen.
Die Alternative: Online-Rezept und -Kauf
Wer die Dienste eines telemedizinischen Anbieters in Anspruch nimmt, kommt eventuell schneller ans Ziel. Hier lassen sich online Termine vereinbaren und vorab Informationen zur persönlichen Krankengeschichte einreichen. In der Sprechstunde entscheidet der behandelnde Arzt, ob medizinisches Cannabis verschrieben werden kann. Oft übernimmt der Dienstleister auch die Bestellung und den Versand der Medikamente.
Angebote, die Cannabis ohne Rezept oder Diagnose versprechen, verstoßen gegen geltendes Recht.
- Immer mehr niedergelassene Ärzte bieten Videosprechstunden an, sodass du bei Folgeterminen nicht mehr in die Praxis kommen musst.
- Es gibt auch installierbare Apps für Android und iOS, die Ärzte, Anbieter und Patienten verbinden und den Weg in eine Arztpraxis ersparen können.

Auf Farmen wird medizinisches Cannabis unter strengen Auflagen für die therapeutische Nutzung angebaut
Cannabis-Rezepte online: ein Vergleich ärztlicher Angebote
- Klar strukturierter Online-Ablauf
- Rezeptübermittlung an Apotheken möglich
- Teilweise Kritik am Preisniveau
- Schnelle Cannabis-Rezeptausstellung laut Nutzern
- Unkomplizierter Online-Ablauf
- Wenig Angaben zur Nachsorge
- Viel Nutzerfeedback vorhanden
- Große Produkttransparenz
- Negativberichte zum Kundenservice
Hinweis: Die Anbieter vermitteln ärztliche Fernbehandlungen. Sie erbringen selbst keine ärztlichen Leistungen und geben keine Medikamente ab. Rezeptentscheidung und Abgabe von medizinischem Cannabis erfolgen ausschließlich durch Ärzt:innen bzw. Apotheken.
Erfahrungen mit Cannabis-Rezepten online
Es gibt viele Erfahrungsberichte im Internet; die medizinischen Cannabis-Erfahrungen sind jedoch nicht nachprüfbar. Viele loben die kurzen Abläufe der telemedizinischen Anbieter.
Plattformen, auf denen über Cannabis-Erfahrungen diskutiert wird, gibt es einige: etwa das Cannabis-Medic Patientenforum, Reddit sowie das Forum des Hanfverbands und des Cannabis-Patienten-Vereins. Sie bieten Informationen und Erfahrungen rund um Cannabis aus Verbrauchersicht – auch über den Online-Kauf wird berichtet.
Die Vorteile des Cannabis-Bezugs online:
- Es muss kein Arzt in der Nähe aufgesucht werden
- Flexibilität und Zeitersparnis
- Patienten-Informationen können online eingereicht werden
- Ein Cannabis-E-Rezept kann digital in einer Apotheke vor Ort oder direkt bei einem Online-Anbieter eingelöst werden
Wie wird medizinisches Cannabis angewendet?
Blüten, Extrakte oder Fertigarzneien? Medizinisches Cannabis wird in unterschiedlichen Formen angewendet – abhängig von den individuellen Bedürfnissen und dem ärztlichen Rat. Die gebräuchlichsten Formen sind:
- Cannabis-Öl wird häufig bei chronischen Schmerzen verschrieben und ermöglicht eine präzise Dosierung. Die Tropfen lassen sich einzeln einnehmen oder als Zusatz ins Essen geben.
- Cannabis-Tee ist besonders bei Schlafstörungen beliebt und lässt sich leicht zubereiten. Der Aufguss ist zur oralen Einnahme gedacht und hat eine entspannende Wirkung.
- Cannabis-Tabletten und Kapseln bieten den Vorteil einer standardisierten Wirkstoffmenge und können kontrolliert dosiert und unauffällig eingenommen werden.
- Cannabis-Extrakt: Cannabis-Tinkturen und Flüssigextrakte lassen sich gut dosieren und eignen sich für verschiedene Anwendungen. Sie haben meist einen höheren THC-Gehalt als Öl oder Blüten.
Auch wenn der Arzt die Cannabis-Dosierung für jeden Patienten individuell festlegt, hat der Gesetzgeber Höchstgrenzen festgelegt. Diese kannst du beispielsweise im Pharmaindex Gelbe Liste nachlesen. Sie lauten:
- 100 g Cannabisblüten in 30 Tagen
- 500 mg THC/Dronabinol in 30 Tagen
- 1000 mg Cannabisextrakt in 30 Tagen
Trotz der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten gibt es auch Risiken und unerwünschte Nebeneffekte von Cannabis. Mögliche Nebenwirkungen sind:
- Müdigkeit
- Schwindel
- Mundtrockenheit
- Konzentrationsprobleme
- Übelkeit
- Abhängigkeit bei langfristigem Gebrauch
Wichtig: Eine ärztliche Überwachung ist sinnvoll, um unerwünschte Effekte und Nebenwirkungen abzuschätzen.

Eine Forscherin untersucht die medizinischen Eigenschaften von Cannabis, um neue Therapieansätze zu entwickeln
Cannabisrezept beantragen – was du wissen musst
Ein Cannabis-Rezept zu beantragen, erfordert bestimmte Schritte und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Das solltest du beachten:
- Rezeptvarianten: Man kann ein medizinisches Cannabis-Rezept als kassenärztliches oder privates Cannabis-E-Rezept erhalten.
- Online-Beantragung: Der Antrag über telemedizinische Plattformen läuft im Prinzip ebenso ab wie beim Besuch in einer Arztpraxis. Auch online wird jeder Antrag von einem Arzt geprüft und anschließend wird die Diagnose in einer Sprechstunde gestellt. Vorteile sind meist eine schnellere Terminvergabe.
- Risiken des Schwarzmarkts: Cannabis ohne Rezept zu kaufen birgt erhebliche Risiken, da Qualität und Wirkstoffgehalt nicht kontrolliert sind. Wer Cannabis online kaufen möchte, sollte deshalb unbedingt auf legale Anbieter mit ärztlichem Rezept setzen. Der Erwerb über den Schwarzmarkt ist strafbar und kann mit Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden.
- Autofahren mit Cannabis: Auch mit ärztlicher Verordnung darfst du nur fahren, wenn du dich fahrtüchtig fühlst und nicht beeinträchtigt bist. Zusätzlich gelten im Straßenverkehr THC-Grenzwerte (u. a. 3,5 ng/ml THC im Blutserum). Ob im Einzelfall Ausnahmen greifen (z. B. bei bestimmungsgemäßer Einnahme eines Arzneimittels), hängt von den Umständen ab – im Zweifel solltest du das mit Arzt und ggf. rechtlicher Beratung klären. Verboten ist Autofahren mit Cannabis für Fahranfänger, und wenn man gleichzeitig Alkohol getrunken hat.
Fazit
In Deutschland kann man ein Cannabis-Rezept erhalten, wenn ein Arzt die medizinische Notwendigkeit bescheinigt.
Um ein Rezept zu bekommen, muss der Arzt die Indikation genau prüfen – häufige Gründe für eine Verschreibung sind chronische Schmerzen oder schwere Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Krebs.
- Auch Cannabis-Rezepte online sind legal: Wer medizinisches Cannabis benötigt, kann viele Schritte online erledigen. Es bleibt jedoch die Notwendigkeit, zumindest bei einem Erstrezept persönlich eine Sprechstunde bei einem Arzt wahrzunehmen. Bei Folgerezepten kann auch eine Videosprechstunde ausreichen.
- Cannabis-Rezept einlösen: Ein medizinisches Cannabis-Rezept kann in einer Apotheke vor Ort oder online eingelöst werden.
- Kosten: Wenn dein Arzt ein kassenärztliches Rezept ausstellt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Bei einem Privatrezept entscheidet die Krankenkasse von Fall zu Fall.
- Vorsicht: Werden Cannabis-Rezepte ohne Diagnose angeboten, ist das illegal. Angebote, die Cannabis ohne Rezept oder Diagnose versprechen, verstoßen gegen geltendes Recht und können Geld- und Freiheitsstrafen nach sich ziehen.
Bleib informiert, recherchiere gründlich – und achte auf die Qualität und Sicherheit der Rezeptanbieter sowie der verschriebenen Produkte.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeiner Information. Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nur nach ärztlicher Diagnose eingesetzt werden. Eine ärztliche Konsultation – persönlich oder per Telemedizin – ist für die Ausstellung eines Rezeptes zwingend erforderlich. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Ärztliche Online-Angebote rund um Cannabis-Rezepte
- Klar strukturierter Online-Ablauf
- Rezeptübermittlung an Apotheken möglich
- Teilweise Kritik am Preisniveau
- Schnelle Cannabis-Rezeptausstellung laut Nutzern
- Unkomplizierter Online-Ablauf
- Wenig Angaben zur Nachsorge
- Viel Nutzerfeedback vorhanden
- Große Produkttransparenz
- Negativberichte zum Kundenservice
Hinweis: Die Anbieter vermitteln ärztliche Fernbehandlungen. Sie erbringen selbst keine ärztlichen Leistungen und geben keine Medikamente ab. Rezeptentscheidung und Abgabe von medizinischem Cannabis erfolgen ausschließlich durch Ärzt:innen bzw. Apotheken.
Häufig gestellte Fragen zu Cannabis
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