Überhitzte Klimapuffer: Im Jahr 2025 haben die Ozeane mehr Wärme aufgenommen als jemals zuvor gemessen. Analysen zufolge haben die oberen 2.000 Meter der Meere im letzten Jahr rund 23 Trilliarden Joule Energie in Form von Wärme absorbiert – das entspricht dem 37-Fachen des globalen jährlichen Energieverbrauchs. Damit haben die Ozeane jetzt neun Jahre in Folge einen neuen Wärmerekord erreicht. Die Überhitzung dieser wichtigen Klimapuffer setzt sich demnach weiter fort – trotz eines abkühlenden La Niña im Pazifik.
Die Ozeane sind die wichtigsten Klimapuffer unseres Planeten: Sie nehmen rund 90 Prozent der Wärme auf, die durch den menschengemachten Treibhauseffekt entsteht. Das hat Folgen: Die Ozeane heizen sich immer weiter auf, der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt und marine Hitzewellen häufen sich. Durch die steigenden Meerestemperaturen verändern sich zudem Meeresströmungen und auch die Schichtung des Meerwassers wird undurchlässiger.

23 Zettajoule mehr als 2024
Neue Daten zum Zustand der Ozeane liefern nun die Analysen von Lijing Cheng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und seinen Kollegen. Wie schon in den letzten Jahren haben sie Daten zu Temperaturen von der Meeresoberfläche bis in 2.000 Meter Tiefe ausgewertet. Die Daten stammen von Bojen, Messstationen, Satelliten und Schiffsmessungen und drei verschiedenen Datensammlungen. Aus den Werten ermittelte das Team den Wärmegehalt und die Wärmeenergie-Aufnahme der Ozeane.
Das Ergebnis: 2025 haben die Meere erneut eine Rekordmenge an Wärmeenergie aufgenommen. „Der Wärmegehalt in den oberen 2.000 Meter der Ozeane stieg gegenüber 2024 um weitere rund 23 Zettajoule an“, berichten Cheng und seine Kollegen. Die Weltmeere haben demnach allein im letzten Jahr rund 23 Trilliarden Joule an Energie absorbiert, die sonst in der Atmosphäre geblieben wären und das Klima weiter aufgeheizt hätten.









